Donnerstag, 16. April 2026
Geraubte Kinder
Uschi Waser war eines von 600 jenischen Kindern, die einst vom «Hilfswerk für die Kinder der Landstrasse» ihren Eltern entrissen wurden. In einem Buch hat Silvia Süess diese dunkle Episode der Schweizer «Sozialfürsorge» aufgearbeitet; die beiden diskutieren im bücherraum über Wasers Kampf um Gerechtigkeit.

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bücherraum f
Jungstrasse 9, 8050 Zürich
16.4.26, 17:00
Reden, um nicht zu ersticken
Als Kleinkind der jenischen Mutter weggenommen. Aufgewachsen in unzähligen Heimen, voller Gewalt und Demütigungen. Uschi Wasers Lebensgeschichte ist die eines Schweizer «Verbrechens gegen die Menschlichkeit», wie ein Rechtsgutachten kürzlich festgestellt hat.
Über 600 jenische Kinder wurden zwischen 1926 und 1973 vom «Hilfswerk für die Kinder der Landstrasse» der Pro Juventute ihren Eltern entrissen, um sie vor einem angeblichen «liederlichen Leben» zu retten.
Silvia Süess, langjährige WOZ-Kulturredaktorin, hat die Geschichte dieses Staatsterrors aufgearbeitet und zeigt in dem im Februar erscheinenden Buch «Reden, um nicht zu ersticken» mit Uschi Waser eine Frau, die unermüdlich um Rehabilitierung und Gerechtigkeit gekämpft hat.
Uschi Waser und Silvia Süess werden im bücherraum f über ihre Erfahrungen und Erkenntnisse berichten.
Eintritt frei. Kollekte.
Anmeldung erwünscht unter buch@buecherraumf.ch.
